Wie ich aus der Wikipedia fiel

Irgendwann am 6.Juli 2017 überkam es eine Person in der Schweiz. Sie muss sich furchtbar über mich aufgeregt haben und konnte ihre Wut nur schwer bändigen. Es musste was geschehen, um Gerry Reinhardt kleiner werden zu lassen. Und dann schritt sie zur Tat.

Die Person besuchte meine Wikipedia-Seite. Ja, korrekt. Seit 2007 (!) gab es einen Eintrag auf der Wikipedia unter „Gerry Reinhardt“. Wer hätte 2007 gedacht, dass Wikipedia jemals unsere Lexikas ablösen würde, respektive dass Schülervorträge nur mit dem Halbwissen der Wikipedias entstehen könnten? Sicher nicht 2007. So sass ich am Computer und eröffnete einen Eintrag in der Wikipedia. Ja, ich habe den Eintrag für „Gerry Reinhardt“ selbst verfasst. Warum auch nicht? In dieser Zeit kamen und gingen viele Internet-seiten. Wieso sollte Wikipedia relevant sein? Es war ein Spiel. Ich habe es gespielt und mich erfasst.

Korrekturen unmöglich

2007 moderierte ich bei Radio Zürisee. Ich war bekannt. Hatte eine eigene Show, Autogrammkarten. Im Sendegebiet eine „lokale Bekanntheit“. Also war auch dieser Wikipedia-Eintrag doch auch relevant. Nicht nötig, aber relevant. 2012 wechselte ich zum damals grössten Privatradiosender Radio 24 als Social Media Manager, moderierte aber weiter. Den Wikipedia-Eintrag versuchte ich so gut als möglich up to date zu halten. Irgendwann war das aber nicht mehr möglich, weil Admin-Trolls jeglichen Eintrag verhinderten. Und zwar fehlte jeweils die „Quelle“ für die eingetragene Änderung. Dass ich meinen eigenen Eintrag korrigieren wollte, war also unmöglich. Schönes Wikipedia.

Doch: So ein Wikipedia-Eintrag hatte auch Vorteile. Denn immer mehr wurde das Online-Lexikon zur Institution. Dies kam soweit, dass sogar die Social Media-Relevanz-Messung „Klout“ Wikipedia berücksichtigte bei der Berechnung der Relevanz. Und dies führte dann auch zu Diskussionen. Weil viele mich nicht mehr als relevant sahen, war ich doch kein „Radiomoderator“ mehr! Und ein „Social Media Manager“ ist weiss gott, nun sicher nicht relevant. Sagten sie.

Der Bösewicht schlägt zu

Dann kam der 6.Juli 2017. Es muss wohl auf Twitter passiert sein, dass ich an dem Tag jemanden auf den Schlips getreten bin. Nur: An diesem Tag habe ich nur einen Tweet geschrieben. Und es war nur eine kleine schelmische Bemerkung, respektive eine kleine Lobhudelei an mich selbst.

So geschah es, dass eine Person anonym auf Wikipedia bei meinem Eintrag einen Antrag zur Löschung lancierte.

Ist seit 2015 nicht mehr Moderator sondern Social Media Manager bei einer Newsseite von FM1Today. Er wird an keinem Ort mehr als Radiomoderator aufgelistet.

 

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Ein bösartiger Angriff. Hier ging es nicht um den Eintrag an und für sich, sondern, dass ICH einen Wikipedia-Eintrag habe. Ich, ein Nichts.

Von der anschliessenden Diskussion bekam ich nichts mit. Ich schaue echt nicht täglich auf meinen Eintrag bei Wikipedia. Eigentlich wäre auch nichts passiert. Doch die (weiterhin anonyme) Person goss noch mehr Öl ins Feuer und meinte auf der Diskussionsseite,

In der Schweiz ist ausser das Schweizer Radio, jedes Radio ein Lokalradio

Schweizer Privatradios sind alle Lokalradios

Was hier nun also von einem anonymen Schreiberling behauptet wird, ist die Höhe der Frechheit. Sie behauptet nämlich, ich habe während meiner ganzen Karriere nur für nicht relevante Lokalradios gearbeitet und nur Radio SRF ist relevant. Was natürlich so nicht stimmt. Wie kann man ein Radio Zürisee mit 220’000 Hörern und ein Radio 24 mit 300’000 Hörern als Lokalradio abstempeln? Eine Intrige an Nichtwissende Wikipedia-Administratoren, die natürlich dies machten, was sie gerne machen: Löschen.

Das Fazit

Gut. Ihr könnt den Wikipedia-Eintrag über mich löschen. Das macht mich nicht fertig. Nur, diese digitale Boshaftigkeit, mit der versucht wird jemanden zu zerstören, respektive klein zu machen, die finde ich allerhand. Dass sowas von Wikipedia toleriert wird und nur eine Person die Macht hat, dies auszulösen, ist bedenklich.

Zwar gibt es bei Wikipedia die Möglichkeit der „Diskussion“. Diese wird aber von Troll-Administratoren geleitet und irgendwann für beendet erklärt. Wenn irgendjemand was behauptet, wird dies meist als richtig empfunden und dann wird gelöscht.
(Zurzeit läuft ein Gesuch um Wiederherstellung auf Wikipedia. Da ich selbst hier nicht (mehr) eingreifen will, könnt ihr mit eurer Meinung den Prozess unterstützen.)

Meine Tochter (12) sagte dazu:

Nur wer berühmt ist, hat auch Feinde.

Und sie hat Recht. Weil, dieser anonyme Bösewicht, der die Löschung eingeleitet hat und der mich nicht mag, hatte und hat sicher keine Aufmerksamkeit. Oder bekommt sie nicht. Seid gewiss, dass ich meine Feinde kenne. Und nur wer sie kennt, weiss damit umzugehen. Noch besser aber kenne ich meine Freunde. Und die sind mir viel mehr wert als ein Wikipedia-Eintrag.

Lieber Gerryhassender-Bösewicht da draussen: Du denkst, du hast gewonnen. Hast du aber nicht.

 

Update 1.10.: Dieser Blog-Artikel wurde etwas überarbeitet, da sich Personen bei mir gemeldet haben, die sich in diesem Artikel direkt angegriffen fühlten.

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Dodo, was hast du getan?

Ich bin und war Fan des Zürcher Musikers Dodo. Schon seit seiner Zeit auf der «Expedition Robinson»-Insel bei TV3. Unzählige Male hatte ich ihn schon interviewt. Es waren gute Gespräche zu guter Musik. Und es war da sowas wie Freundschaft. Ist doch meine Autogrammkarte von Radio Zürisee irgendwo in deinem Studio aufgehängt. (Hast du mir mal erzählt) Doch, was Dodo jetzt da am Freitag veröffentlicht hat, ist nicht mehr richtig gut. Ein Weckruf. Weiterlesen

Der Quoten-Mann

Mein guter Kollege Bruno hat mir kürzlich diese Geschichte erzählt. Er ist auf der Suche nach einem neuen Job und durfte sich beim Grossverteiler M* als Social Media Manager vorstellen. Er selber bezeichnet sich in diesem Bereich als Spezialist und kann schon viele Erfolge nachweisen.

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Unterwegs im neuen SBB-Speisewagen

Die Fahrt beginnt schon holprig. Zehn Minuten Verspätung hat der zu testende Zug ab St.Gallen. «Die SBB entschuldigen sich dafür – eine Bremsstörung liess unseren Zug etwas stehen», hört man gut verständlich durch den Lautsprecher. Auch sind die ersten Gäste irritiert: «Wir dachten, das sei der Starbucks-Wagen?» Starbucks gibt es bei den SBB nicht mehr. Dafür heisst es jetzt: «We make you happy», so steht es auf dem Zug.

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Schmucker Speisewagen für alle

Der neue Speisewagen präsentiert sich innen überraschend edel. Schmuck haben es die SBB gemacht. Wenige Tische mit einem romantischen Lämpchen, bequeme Sitze. Gefällt! Wir haben im neuen Speisewagen Platz genommen, da das Zweite-Klasse-Ticket nicht für das neue Platz-Catering in der ersten Klasse berechtigt. Im Speisewagen dürfen aber alle sitzen.

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Keine Rösti zum Züri Geschnetzeltes

Die Menükarte ist nett übersichtlich. Von den zwei angebotenen Warmspeisen wählen wir Züri Geschnetzeltes, welches sich aber mit Kartoffelstock anstatt Rösti präsentiert. Dies wohl, weil der Kartoffelstock vermutlich in der Mikrowelle schneller warm und so etwas wie Essen wird.

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Das Essen ist heiss, mehr aber auch nicht

Das Züri Gschnetzeltes kommt dann auch gleich nach zehn Minuten. Die Serviererin ist nett und zuvorkommend, das Essen ist heiss. Fast zu heiss. Aber das war es dann auch schon. Der Kartoffelstock ok, das Fleisch gummig. Auch das mit dazu gelieferte Brot präsentiert sich gummiartig. Kein Wunder: wird es doch in einer Plastiktüte in einem Körbchen an den Tisch gebracht. Wahrscheinlich auch zu praktischen Zwecken, damit man es bei Nicht-Gebrauch gleich wieder verwenden kann.

Speisewagen macht nicht glücklich

Der Spruch auf dem Speisewagen heisst: „We make you happy“. Nein – da braucht es mehr, um einen zwischen SG und ZH glücklich zu machen. Zumindest ist das Bier kalt. Die Auswahl zwischen Calanda, Heineken und Ittinger ist beschränkt. Für ein Schützengarten reichte es wohl nicht oder der Sponsor wollte es nicht so.

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Die Preise im Bistrowagen präsentieren sich für Zürich-Verhältnisse im Rahmen, wenn auch für diese Qualität eher im oberen Segment. Für das Züri Geschnetzelte und das Bier waren 31 Franken zu bezahlen.

Freundliche Bedienung macht vieles wieder gut

Was bleibt, ist die wirklich freundliche Bedienung. Man gibt sich sehr Mühe. Auch der Kondukteur ist ein Schuss freundlicher als in anderen Wagen und hilft bei der erwähnten Verspätung minutenlang den Touristen, die den Anschluss in Zürich verpasst haben, eine Alternativroute zu finden.

Die SBB tauscht die alten Starbuckswagen nach und nach aus. Zurzeit sind zwei neue Speisewagen auf der Strecke St.Gallen- Zürich unterwegs. Ab St.Gallen jeweils um 16.25 und 17.25 Uhr. Mit einem 1.-Klasse-am-Tisch-Service ersetzen sie die Minibar, die jeweils durch den Zug ging. Den Cateringservice kann man am Platz via einer App zu sich bestellen. Die SBB nennt dies «Catering 3.0».

Niemand braucht iOS10

Seit heute kann man auf auf sein iPhone oder iPad das neuste Apple Betriebssystem laden. Nur schon das braucht extrem viel Geduld. Das Update ist 1,1 GB schwer und das kann dauern. Bis zu einer Stunde ist das Gerät damit beschäftigt. Und dann das

  • Das Handy kann nun nicht mehr mit „Slide to unlock“ entsperrt werden. Neu funktioniert das nur noch auf das Klicken des Homebuttons. Das ist für Applenutzer kein natürlicher Handgriff mehr. Vor allem, weil man im Alltag immer versucht den empfindlichen Homebutton zu schonen. Nach einer gewissen Zeit nutzt sich der leider ab und reagiert irgendwann nicht mehr. iPhone kaputt.
  • Hier nervt auch, dass mit einem Wisch nach links die Kamerafunktion erscheint. Toll, wenn jemand das iPhone mal kurz liegen lässt. Die Freunde im Büro können nun noch einfacher auf die Kamerafunktion zugreifen und viele Bilder schiessen, die der Besitzer dann irgendwann mal entdeckt.
  • Apple versucht mit dem Update eigene Dienste am Leben zu erhalten. Beispielsweise die Nachrichtenapp. Die wurde massiv aufgemotzt. Neu sind die Emojis grösser, man kann Sticker senden, auf Videos zeichnen und animierte Messages senden. Diese Features hat Apple klar von Snapchat und Co geklaut und die funktionieren nur, wenn der Adressat ebenfalls iOS 10 installiert hat. Ausserdem schreiben heute nur noch wenige Menschen mit der Apple Nachrichtenapp. Whatsapp hat hier schon lange die Leaderrolle übernommen. Unnötig und nervend.
  • Apple Music war bisher ein seltsamer Dienst. Das Design liess zu wünschen übrig. Funktionen waren mühsam zu bedienen und zu begreifen. Nun hat sich hier schon was verbessert. Chaotisch bleibt es. Wie kam Apple nur auf die Idee Künstler-Alben nach ABC zu ordnen? Weiter ist der Dienst zurzeit total überfordert und spielt Musik erst nach längerer Wartezeit.
  • Das iPhone ächzt ab diesem Update. Es wird langsamer und stürzt bei vielen (Fremd-)apps ständig ab. Auch die neue Funktion „Andenken“, die bei den Bildern zu finden ist, läuft nicht einwandfrei. Hier stellt die App einen Film zusammen aus Fotos der letzten drei Monate oder Ereignisse. Nett angedacht. Im Alltag unbrauchbar.

Natürlich gibt es auch hier ein paar gute Feature.

  • Die Mailfunktion trennt neu gelesene von ungelesenen Nachrichten
  • Apple-Maps wurde verbessert
  • Vorinstallierte Apps können entfernt werden. Wie zum Beispiel die App „Aktien“.
  • Der Akku sollte länger halten. Aber das heisst es ja jedes Mal.

iOS10 läuft auf folgenden Geräten:  iPhone 5, iPhone 5c, iPhone 5S, iPhone SE, iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPhone 6S Plus, iPhone 7 und iPhone 7 Plus, sowie auf dem iPod Toch 6. Generation, iPad 4, iPad Air, iPad Air 2, iPad Mini 2, iPad Mini 3, iPad Mini 4 und iPad Pro.

Mit diesen 7 Tipps zum PokémonGo Profi.

1. Akku schonen
Unglaublich, was dieses Spiel an Akku verbraucht. Kein Wunder, ist man ständig online und auch das aktive GPS zerrt an der Batterie. Viele Handys machen darum schon nach einer Stunde spielen schlapp. Doch man kann den Akku schonen: PokémonGo selbst liefert bei den Einstellungen etwas Hilfe mit. So kann man in einen Batteriemodus schalten (bringt aber nicht wahnsinnig viel) und ein paar Effekte und den Sound ausschalten. Das Vibrieren sollte man drin lassen. Da mit der Vibration „angezeigt“ wird, ob sich ein Pokémon in der Nähe befindet. Und diese wollen wir ja fangen.

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2. Figur auswählen

Zu Beginn könnt ihr eine Spielfigur auswählen. Wie wollt ihr in der Pokémon Welt erscheinen? Seid ihr männlich oder weiblich (im Spiel)? Haarfarbe, Gesicht und weiteres kann hier angepasst werden. Überlegt euch das gut. Geändert kann das nämlich nicht mehr. Und müsst euch später Fragen anhören, warum ihr als Mann einen weiblichen Avatar ausgesucht habt. 😉

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3. Alles einsammeln

Jedes Pokémon, das euch über den Weg läuft, sollte eingesammelt werden. Auch wenn ihr das Tier schon zweimal oder dreifach habt, gibt es jedes Mal Punkte, Sternenstaub und Bonbons. Diese braucht ihr, um bereits gesammelte Pokémons stärker werden zu lassen. Doppelte Pokémons können später dann auch wieder zurückgegeben werden, dabei gibt es nochmals Bonbons.

4. AR aussschalten

Es ist lustig, wenn man ein Pokémon in der realen Umgebung fangen kann. Doch diese Realität ist manchmal etwas mühsam – wenn der Hintergrund ablenkt oder man gerade im Zug ist und in Richtung anderen Passagieren die Kamera ausrichten muss, nur damit man ein Pokémon fangen kann. Um die Diskussionen in der Öffentlichkeit zu vermeiden, kann man das Augmented Reality (AR) jeweils beim Fangen eines Pokémons ausschalten. Hat auch den Vorteil, dass das Fangen etwas einfacher wird.

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5. Pokéstopps

Unterwegs trefft ihr immer auf sogenannte Pokéstopps. Diese solltet ihr auch immer besuchen. Hier gibt es Pokébälle, die ihr zum Fangen braucht und noch weitere Gimmicks wie Zaubertrank (den ihr zum Heilen von im Kampf verletzten Pokémons braucht). Hier noch ein geheimer Gratistipp: Wenn ihr beim Pokéstopp seid, müsst ihr das jeweilige Bild dort schnell drehen und die Gimmicks fallen heraus. Diese müssen aber nicht einzeln angetippt werden, um sie einzupacken. Es reicht, wenn ihr auf das X drückt.

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Ab Level 5:

5. Team wählen (blau, rot oder gelb)

Ab Level 5 könnt ihr endlich auswählen, in welchem Team ihr mitspielen wollt. Auch dürft ihr ab diesem Level Arenas besuchen, um eure Pokémons trainieren zu können, respektive gegnerische Arenen zu erobern.

Es gibt drei Teams: Blau, Gelb oder Rot. Überlegt euch die Wahl gut. Das ausgesuchte Team kann in der jetzigen Version später nicht mehr gewechselt werden. Ein starkes Team hat den Vorteil, dass man viele Mitspieler in ihren Arenen unterstützen kann.

Zurzeit dominiert das Team rot stark. Gefühlte 80 Prozent aller Arenen sind von Team Rot schon besetzt. Danach folgt das Team Blau. Das Team Gelb ist zurzeit der „Underdog“ und wenig verbreitet.
Es macht sicher Spass, in einem starken Team dabei zu sein. Aber auch als Rebell in einem gelben Team kann man sich austoben.

6. Eier ausbrüten

Neben Pokémons sammelt man auch Eier ein. Diese sind auf dem zweiten Bildschirm bei der Übersicht eurer Pokémons ersichtlich. Diese Eier dürft und solltet ihr ausbrüten. Ausgebrütet werden sie, indem man viel zu Fuss unterwegs ist. Also nach einer gewissen Kilometerzahl wird aus dem Ei ein Pokémon. Dazu das Ei anwählen und „ausbrüten“ wählen. Das Ei kommt dann in einen Inkubator.

7. Himbeeren verteilen

Je länger man das Spiel spielt, umso schwieriger wird es. Pokémons lassen sich immer schlechter einfangen, respektive hüpfen wieder aus dem Pokéball. Helfen soll hier eine Himmihbeere. Wenn man diese Beere den Pokémons hinwirft, werden die zahmer und glücklicher.

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Zeitgeist 2016 – Happy Birthday

Der 4. Juni ist für mich als Social Media Arbeitender immer doppelt interessant. Da ich an dem Tag Geburtstag feiere, frage ich mich immer: Wie erreichen mich wohl etwelche Geburtstagsglückwünsche?

Facebook dominiert klar bei meinen Freunden. Vielleicht auch, weil es Facebook es einem extrem leicht macht Geburtstagswünsche durchzugeben, respektive meine Freunde zu erinnern, dass da etwas war mit dem Gerry.

Platz 2 geht an Whatsapp, welches SMS klar fast vollständig abgelöst hat.

Auf Platz 3 kommt Twitter. Hier aber braucht es jeweils eine Initialzündung, welche ich selbst nie starte. Irgendeiner meiner Freunde muss gratulieren, sonst passiert hier nichts.

Übrigens: Einen Brief habe ich dieses Jahr erhalten und auch einen Telefonanruf.  Gratulationen über diese Kanäle sind selten geworden. Verfehlen aber ihre Wirkung nicht. Ein Brief oder ein Telefonanruf ist viel intensiver, als eine Gratulation via Facebook & Co. Da hat sich jemand wirklich was überlegt.

Neu übrigens 2016 dabei: Snapchat.

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Unsichtbare SBBServiceScouts

Mit grossem Brimborium hat die SBB das Projekt „SBBServiceScout“ ins Leben gerufen. Zehn Protagonisten wurden auserkoren die SBB im Alltag zu testen und kritisch über allfällige Ereignisse zu berichten. Für das bekamen sie ein Gratis-GA.

Schon zu Beginn des Projekts wurde dies kritisiert. Unter anderem, weil man es vergass das Gratis-GA zu deklarieren. Kann passieren.

Verantwortliche ist in den Ferien

Aber was ist nun drei Monate nach dem Start passiert? Nicht viel. Die SBBServiceScouts fahren zwar locker flockig mit ihrem GA herum, aber schreiben tun sie wenig. Man sieht und hört sie praktisch nicht. Und Tweets wie diese, zeigen auch die Relevanz der Aktion.

Warum es zurzeit nicht vorwärts geht bei der Aktion „ServiceScouts“ hat einen Grund. Die Person, die bei der Werbeagentur/SBB die Sache forcieren sollte, weilt gerade in den Ferien. Darum werden die Scouts auch nicht (mehr) gross animiert etwas zu schreiben. Und: Vielleicht gibt es einfach halt nichts mehr. Nach zwei Monaten kennt man ja die Probleme im Alltag schon: Verspätungen, Zugsausfälle, nicht funktionierende WCs und eine leere 1.Klasse.

Vielleicht würde es schon nützen, wenn die SBBServiceScouts auch mal die zweite Klasse besuchen würden.

Keine Einladung an die Gotthard-Party

Dass die SBB selbst nicht mehr so recht an die Idee mit den ServiceScouts glauben, sieht man auch darin, dass jetzt zur grossen Sause der Gotthard-Eröffnung keiner der Scouts eingeladen wurde!

Keine Einladung für die offiziellen eingebetteten SBB-Kritiker. Die, die als eingebettete Meldeläufer der SBB berichten sollten. Was läuft da schief?

Grund hier: Die Einladungen zur Gotthard-Eröffnung laufen explizit über Bundesrätin Doris Leuthard. Nur sie darf Personen einladen. Und Frau Leuthard kennt halt das mit den SBBServiceScouts nicht. Kein Wunder. Sie sind auch recht unsichtbar. Die Aktion mit den Servicescouts kann man hier also schon als „gescheitert“ bezeichnen, da die Scouts mit unrelevanten und seltenen Beiträge sich „unsichtbar“ machen.

Update 2.6.: Die meisten SBBServiceScouts sind tatsächlich auch in der zweiten Klasse anzutreffen, wie mir mitgeteilt wurde.

 

Mein Held „Black“ ist tot

Ich erinnere mich genau. 1987: Ich stand im CD-Shop in Zürich hinter der Fraumünsterpost und hörte BLACK. „Wonderful life“. Die CD kostete um die 30 CHF und da überlegte man es sich zweimal ob man eine CD kauft oder nicht. Vor allem, wenn es nur einen Hit darauf hat.

Die CD mit dem vielsagenden Titel „Wonderful life“ klang schon gut. Aber nicht so, dass ich gleich zugreifen würde. Ich ging zurück ins Büro und überlegte mir weiterhin die CD zu kaufen. Schlussendlich habe ich sie nicht gekauft. Doch vergessen habe ich Black nie.

Und einen weiteren Hit aus dem Album habe ich dann doch noch entdeckt.

Das war doch tolle Musik! Jetzt ist Black tot, der im wahren Leben Colin Vearncombe hiess. Autounfall. Schade. Aber in meinen Gedanken stehe ich noch immer im CD-Laden (den es heute noch gibt!) und höre mir die ganze CD an.