Sitzen im HB verboten.

Der Zug hatte Verspätung. Um die 10 Minuten. Das ist lang. Vor allem, wenn man dachte, der Zug kommt gleich. Sitzen kann man ja im HB bei den Gleisen 42/43 nicht. Oder nur beschränkt. Und meistens sitzt da dann schon jemand. Also wo hinsitzen, wenn man nicht mehr stehen will? Auf dem Boden. Würde ich nie machen. Aber vielleicht hätte ich es früher gemacht. Und dann hat es wirklich jemand gemacht. Ein Jugendlicher. Alter 16-17 Jahre alt. Ich bin schlecht im schätzen. Die Mutter war dabei. „Mag nüme stah.“ Sagt er und sitzt. Auf den Boden. Am Perron. Pech für ihn. Gleich kommen zwei gestählte Securitys der „Bahnsicherheit“, die die immer so durch den Zug stolzieren, stampfen, etwas wichtigtuerisch. Sie hatten um diese Feierabendzeit nichts zu tun. Keine Randalierer, keine Schwarzfahrer, die man schon am Perron erwischt. Kein Raucher da. Aber eben: Ein sitzender Jugendlicher auf dem Perronboden. Er kommt und wird jetzt wohl sowas wie „Bitte stönd sie uuf, es isch gföhrlich da für die andere“ sagen. Aber er sagte was ganz anderes: „Bitte stönd sie uuf, de Bode wird dräckig.“ … ?? Bitte? Ich schaute ungläubig hin. Auch die Mutter vom Jugendlichen verstand nicht ganz. „De Bode wird suscht dräckig.“ Sagte der Security nochmals. Und ich glaube, er meinte das ernst. Ach, wieviel Dreck man so am Hosenboden rumträgt und damit den Boden versauen könnte!

Gut, gibt es solche engagierten Sicherheitsmänner bei der SBB. Man könnte ja vor lauter Dreck nirgends mehr hinstehen. Danke. Danke.

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