Was am Eurovision Song Contest schief läuft.

Wieder ist die Schweiz ausgeschieden. Nein, stimmt nicht. Sie kam gar nicht erst ins Final. Das Debakel ist gross, aber ich kann Euch sagen, es gibt Länder die am gestrigen Abend härter zu beissen haben. Für Schweden war es gestern ein Fiasko. Das Abba-land kam nicht in den Final vom Eurovision Song Contest! Das die Schweiz es nicht schafft, ist für uns schon fast normal.

Doch was lief schief gestern mit der Schweiz? Der von der Heide hat eigentlich vieles richtig gemacht. Dass er halt auf der Bühne nicht so ein Sympathieschnüggel ist wie der letztjährige Gewinner Alexander Rybak, kann er nichts dafür. Viele haben mir vor Ort gesagt, Von der Heide wirke „zickig“.
Was aber richtig falsch lief gestern war, dass gerade im zweiten Halbfinale unsere Nachbarn Frankreich und Deutschland nicht stimmberechtigt waren. Dass wir keine Punkte aus der Ukraine oder Slovenien bekommen, ist ja klar. Da nützt auch eine „Jurywertung“ nicht – da die ganz andere Musikwerte haben.
Was noch?
Die Schweiz setzt zuwenig Geldmittel ein. Wenn wir schon beim Eurovision Song Contest dabei sind, dann sollen wir auch ein wenig klotzen. Georgien zum Beispiel hat die ganze Stadt Oslo mit Plakaten vollgepflastert. So muss es sein. Nachhaltige Werbung in den wichtigsten Ländern.
Liegt für die Schweiz nicht drinn. Dann sollte man aber auch nicht mehr damit rechnen, dass wir irgendwann ins Finale kommen.

Was mich am Eurovision Song Contest im allgemeinen stört, sind diese Halbfinale – die kein Mensch interessiert. Bei den „Big 4“ England, Spanien, Deutschland und Frankreich werden diese Sendungen irgendwo auf dritten oder digitalen Programme versteckt. Damit zeigt sich doch: Halbfinal interessiert kein Mensch. Vor allem nicht in Deutschland, wo der Hype um den Eurovision Song Contest riesig ist. Klar – nimmt da niemand die Schweiz wahr.

Was sollte man ändern:
– Halbfinale abschaffen: Macht wieder eine grosse Samstagabendkiste. Die Länder, die da dabei teilnehmen dürfen, werden per Los bestimmt.
– Big 4 abschaffen: Das ist ungerecht. Auch wenn die grossen Länder viel Geld in den Eurovision Song Contest stecken. Warum stört sich niemand daran, dass man mit Geld automatisch in den Final kommt? In anderen Bereichen wäre da von Schiebung die Rede, beim Songcontest stört sich niemand daran.

Nur so ist der Eurovision Song Contest zu retten. Heute für die Schweiz, morgen für ganz Europa. Der Eurosong ist nicht mehr das was er einmal war.

Und: Warum geht das Schweizer Fernsehen so flegelhaft mit der Eurovision Song Contest-Gewinnerin Lys Assia um? Nur weil sie manchmal ein wenig schrullig wirkt? Wie kann es sein, dass sie dieses Jahr von Armenien (!) zum Songcontest eingeladen wurde und ihr das Hotel bezahlt? Von Armenien!

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2 Gedanken zu “Was am Eurovision Song Contest schief läuft.

  1. Was mich am ESC im allgemeinen stört, sind die Medien, die trotz allem noch treu und brav über diesen Scheiss live vor Ort und möglichst mit aufwändigen Live-Schaltungen berichten.

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