Niemand braucht iOS10

Seit heute kann man auf auf sein iPhone oder iPad das neuste Apple Betriebssystem laden. Nur schon das braucht extrem viel Geduld. Das Update ist 1,1 GB schwer und das kann dauern. Bis zu einer Stunde ist das Gerät damit beschäftigt. Und dann das

  • Das Handy kann nun nicht mehr mit „Slide to unlock“ entsperrt werden. Neu funktioniert das nur noch auf das Klicken des Homebuttons. Das ist für Applenutzer kein natürlicher Handgriff mehr. Vor allem, weil man im Alltag immer versucht den empfindlichen Homebutton zu schonen. Nach einer gewissen Zeit nutzt sich der leider ab und reagiert irgendwann nicht mehr. iPhone kaputt.
  • Hier nervt auch, dass mit einem Wisch nach links die Kamerafunktion erscheint. Toll, wenn jemand das iPhone mal kurz liegen lässt. Die Freunde im Büro können nun noch einfacher auf die Kamerafunktion zugreifen und viele Bilder schiessen, die der Besitzer dann irgendwann mal entdeckt.
  • Apple versucht mit dem Update eigene Dienste am Leben zu erhalten. Beispielsweise die Nachrichtenapp. Die wurde massiv aufgemotzt. Neu sind die Emojis grösser, man kann Sticker senden, auf Videos zeichnen und animierte Messages senden. Diese Features hat Apple klar von Snapchat und Co geklaut und die funktionieren nur, wenn der Adressat ebenfalls iOS 10 installiert hat. Ausserdem schreiben heute nur noch wenige Menschen mit der Apple Nachrichtenapp. Whatsapp hat hier schon lange die Leaderrolle übernommen. Unnötig und nervend.
  • Apple Music war bisher ein seltsamer Dienst. Das Design liess zu wünschen übrig. Funktionen waren mühsam zu bedienen und zu begreifen. Nun hat sich hier schon was verbessert. Chaotisch bleibt es. Wie kam Apple nur auf die Idee Künstler-Alben nach ABC zu ordnen? Weiter ist der Dienst zurzeit total überfordert und spielt Musik erst nach längerer Wartezeit.
  • Das iPhone ächzt ab diesem Update. Es wird langsamer und stürzt bei vielen (Fremd-)apps ständig ab. Auch die neue Funktion „Andenken“, die bei den Bildern zu finden ist, läuft nicht einwandfrei. Hier stellt die App einen Film zusammen aus Fotos der letzten drei Monate oder Ereignisse. Nett angedacht. Im Alltag unbrauchbar.

Natürlich gibt es auch hier ein paar gute Feature.

  • Die Mailfunktion trennt neu gelesene von ungelesenen Nachrichten
  • Apple-Maps wurde verbessert
  • Vorinstallierte Apps können entfernt werden. Wie zum Beispiel die App „Aktien“.
  • Der Akku sollte länger halten. Aber das heisst es ja jedes Mal.

iOS10 läuft auf folgenden Geräten:  iPhone 5, iPhone 5c, iPhone 5S, iPhone SE, iPhone 6, iPhone 6 Plus, iPhone 6S Plus, iPhone 7 und iPhone 7 Plus, sowie auf dem iPod Toch 6. Generation, iPad 4, iPad Air, iPad Air 2, iPad Mini 2, iPad Mini 3, iPad Mini 4 und iPad Pro.

Mit diesen 7 Tipps zum PokémonGo Profi.

1. Akku schonen
Unglaublich, was dieses Spiel an Akku verbraucht. Kein Wunder, ist man ständig online und auch das aktive GPS zerrt an der Batterie. Viele Handys machen darum schon nach einer Stunde spielen schlapp. Doch man kann den Akku schonen: PokémonGo selbst liefert bei den Einstellungen etwas Hilfe mit. So kann man in einen Batteriemodus schalten (bringt aber nicht wahnsinnig viel) und ein paar Effekte und den Sound ausschalten. Das Vibrieren sollte man drin lassen. Da mit der Vibration „angezeigt“ wird, ob sich ein Pokémon in der Nähe befindet. Und diese wollen wir ja fangen.

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2. Figur auswählen

Zu Beginn könnt ihr eine Spielfigur auswählen. Wie wollt ihr in der Pokémon Welt erscheinen? Seid ihr männlich oder weiblich (im Spiel)? Haarfarbe, Gesicht und weiteres kann hier angepasst werden. Überlegt euch das gut. Geändert kann das nämlich nicht mehr. Und müsst euch später Fragen anhören, warum ihr als Mann einen weiblichen Avatar ausgesucht habt.😉

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3. Alles einsammeln

Jedes Pokémon, das euch über den Weg läuft, sollte eingesammelt werden. Auch wenn ihr das Tier schon zweimal oder dreifach habt, gibt es jedes Mal Punkte, Sternenstaub und Bonbons. Diese braucht ihr, um bereits gesammelte Pokémons stärker werden zu lassen. Doppelte Pokémons können später dann auch wieder zurückgegeben werden, dabei gibt es nochmals Bonbons.

4. AR aussschalten

Es ist lustig, wenn man ein Pokémon in der realen Umgebung fangen kann. Doch diese Realität ist manchmal etwas mühsam – wenn der Hintergrund ablenkt oder man gerade im Zug ist und in Richtung anderen Passagieren die Kamera ausrichten muss, nur damit man ein Pokémon fangen kann. Um die Diskussionen in der Öffentlichkeit zu vermeiden, kann man das Augmented Reality (AR) jeweils beim Fangen eines Pokémons ausschalten. Hat auch den Vorteil, dass das Fangen etwas einfacher wird.

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5. Pokéstopps

Unterwegs trefft ihr immer auf sogenannte Pokéstopps. Diese solltet ihr auch immer besuchen. Hier gibt es Pokébälle, die ihr zum Fangen braucht und noch weitere Gimmicks wie Zaubertrank (den ihr zum Heilen von im Kampf verletzten Pokémons braucht). Hier noch ein geheimer Gratistipp: Wenn ihr beim Pokéstopp seid, müsst ihr das jeweilige Bild dort schnell drehen und die Gimmicks fallen heraus. Diese müssen aber nicht einzeln angetippt werden, um sie einzupacken. Es reicht, wenn ihr auf das X drückt.

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Ab Level 5:

5. Team wählen (blau, rot oder gelb)

Ab Level 5 könnt ihr endlich auswählen, in welchem Team ihr mitspielen wollt. Auch dürft ihr ab diesem Level Arenas besuchen, um eure Pokémons trainieren zu können, respektive gegnerische Arenen zu erobern.

Es gibt drei Teams: Blau, Gelb oder Rot. Überlegt euch die Wahl gut. Das ausgesuchte Team kann in der jetzigen Version später nicht mehr gewechselt werden. Ein starkes Team hat den Vorteil, dass man viele Mitspieler in ihren Arenen unterstützen kann.

Zurzeit dominiert das Team rot stark. Gefühlte 80 Prozent aller Arenen sind von Team Rot schon besetzt. Danach folgt das Team Blau. Das Team Gelb ist zurzeit der „Underdog“ und wenig verbreitet.
Es macht sicher Spass, in einem starken Team dabei zu sein. Aber auch als Rebell in einem gelben Team kann man sich austoben.

6. Eier ausbrüten

Neben Pokémons sammelt man auch Eier ein. Diese sind auf dem zweiten Bildschirm bei der Übersicht eurer Pokémons ersichtlich. Diese Eier dürft und solltet ihr ausbrüten. Ausgebrütet werden sie, indem man viel zu Fuss unterwegs ist. Also nach einer gewissen Kilometerzahl wird aus dem Ei ein Pokémon. Dazu das Ei anwählen und „ausbrüten“ wählen. Das Ei kommt dann in einen Inkubator.

7. Himbeeren verteilen

Je länger man das Spiel spielt, umso schwieriger wird es. Pokémons lassen sich immer schlechter einfangen, respektive hüpfen wieder aus dem Pokéball. Helfen soll hier eine Himmihbeere. Wenn man diese Beere den Pokémons hinwirft, werden die zahmer und glücklicher.

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Zeitgeist 2016 – Happy Birthday

Der 4. Juni ist für mich als Social Media Arbeitender immer doppelt interessant. Da ich an dem Tag Geburtstag feiere, frage ich mich immer: Wie erreichen mich wohl etwelche Geburtstagsglückwünsche?

Facebook dominiert klar bei meinen Freunden. Vielleicht auch, weil es Facebook es einem extrem leicht macht Geburtstagswünsche durchzugeben, respektive meine Freunde zu erinnern, dass da etwas war mit dem Gerry.

Platz 2 geht an Whatsapp, welches SMS klar fast vollständig abgelöst hat.

Auf Platz 3 kommt Twitter. Hier aber braucht es jeweils eine Initialzündung, welche ich selbst nie starte. Irgendeiner meiner Freunde muss gratulieren, sonst passiert hier nichts.

Übrigens: Einen Brief habe ich dieses Jahr erhalten und auch einen Telefonanruf.  Gratulationen über diese Kanäle sind selten geworden. Verfehlen aber ihre Wirkung nicht. Ein Brief oder ein Telefonanruf ist viel intensiver, als eine Gratulation via Facebook & Co. Da hat sich jemand wirklich was überlegt.

Neu übrigens 2016 dabei: Snapchat.

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Unsichtbare SBBServiceScouts

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Mit grossem Brimborium hat die SBB das Projekt „SBBServiceScout“ ins Leben gerufen. Zehn Protagonisten wurden auserkoren die SBB im Alltag zu testen und kritisch über allfällige Ereignisse zu berichten. Für das bekamen sie ein Gratis-GA.

Schon zu Beginn des Projekts wurde dies kritisiert. Unter anderem, weil man es vergass das Gratis-GA zu deklarieren. Kann passieren.

Verantwortliche ist in den Ferien

Aber was ist nun drei Monate nach dem Start passiert? Nicht viel. Die SBBServiceScouts fahren zwar locker flockig mit ihrem GA herum, aber schreiben tun sie wenig. Man sieht und hört sie praktisch nicht. Und Tweets wie diese, zeigen auch die Relevanz der Aktion.

Warum es zurzeit nicht vorwärts geht bei der Aktion „ServiceScouts“ hat einen Grund. Die Person, die bei der Werbeagentur/SBB die Sache forcieren sollte, weilt gerade in den Ferien. Darum werden die Scouts auch nicht (mehr) gross animiert etwas zu schreiben. Und: Vielleicht gibt es einfach halt nichts mehr. Nach zwei Monaten kennt man ja die Probleme im Alltag schon: Verspätungen, Zugsausfälle, nicht funktionierende WCs und eine leere 1.Klasse.

Vielleicht würde es schon nützen, wenn die SBBServiceScouts auch mal die zweite Klasse besuchen würden.

Keine Einladung an die Gotthard-Party

Dass die SBB selbst nicht mehr so recht an die Idee mit den ServiceScouts glauben, sieht man auch darin, dass jetzt zur grossen Sause der Gotthard-Eröffnung keiner der Scouts eingeladen wurde!

Keine Einladung für die offiziellen eingebetteten SBB-Kritiker. Die, die als eingebettete Meldeläufer der SBB berichten sollten. Was läuft da schief?

Grund hier: Die Einladungen zur Gotthard-Eröffnung laufen explizit über Bundesrätin Doris Leuthard. Nur sie darf Personen einladen. Und Frau Leuthard kennt halt das mit den SBBServiceScouts nicht. Kein Wunder. Sie sind auch recht unsichtbar. Die Aktion mit den Servicescouts kann man hier also schon als „gescheitert“ bezeichnen, da die Scouts mit unrelevanten und seltenen Beiträge sich „unsichtbar“ machen.

Update 2.6.: Die meisten SBBServiceScouts sind tatsächlich auch in der zweiten Klasse anzutreffen, wie mir mitgeteilt wurde.

 

Mein Held „Black“ ist tot

Ich erinnere mich genau. 1987: Ich stand im CD-Shop in Zürich hinter der Fraumünsterpost und hörte BLACK. „Wonderful life“. Die CD kostete um die 30 CHF und da überlegte man es sich zweimal ob man eine CD kauft oder nicht. Vor allem, wenn es nur einen Hit darauf hat.

Die CD mit dem vielsagenden Titel „Wonderful life“ klang schon gut. Aber nicht so, dass ich gleich zugreifen würde. Ich ging zurück ins Büro und überlegte mir weiterhin die CD zu kaufen. Schlussendlich habe ich sie nicht gekauft. Doch vergessen habe ich Black nie.

Und einen weiteren Hit aus dem Album habe ich dann doch noch entdeckt.

Das war doch tolle Musik! Jetzt ist Black tot, der im wahren Leben Colin Vearncombe hiess. Autounfall. Schade. Aber in meinen Gedanken stehe ich noch immer im CD-Laden (den es heute noch gibt!) und höre mir die ganze CD an.

Das passiert nur den anderen.

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Leider nein. Es passiert jedem. Irgendwann, Irgendwie, Irgendwo.

Das, was man im Alltag vergisst und verdrängt: Dann, wenn die Eltern sterben. Lange Zeit wurde ich davon verschont. Es wurde geplant, gelacht, geliebt und dann… weg. Einfach weg.

Meine Mutter ist tot. Schlaganfall. Koma, Hoffen, Bangen und jetzt. „Sie hat es nicht geschafft.“ Ich bin mit meinen Geschwistern und meinem Vater irgendwo im falschen Film hängengeblieben. Es ist leer, wir sind leer. Wir können es nicht begreifen.

74. Kein Alter eigentlich. Man macht sich Gedanken. Was habe ich zuletzt mit ihr besprochen, wann haben wir uns zuletzt gesehen? Kann ich genau sagen, da meine Eltern im Ausland leben. Man sah sich nicht soviel, man hat halt viel telefoniert. Die Distanz war da, man sah sich zweimal oder dreimal im Jahr, dafür innig. Und jetzt weg.

Man hätte mehr vorbei gehen können. Ein Flug geht nicht lange, kostet aber doch recht viel. Man überlegt es sich und hat es dann meist doch nicht gemacht. Hätte man es mehr gemacht, wenn man gewusst hätte, dass…? Ja klar. Aber man weiss es ja nicht. Heute sie, morgen du. Weg ist weg. Und was bleibt? Trauer, Gedanken, Erinnerungen.

Es wird viel geweint am Telefon. Auch ich bin traurig, versuche aber meine Geschwister doch noch etwas aufzuheitern. Sie hätte es so gewollt. Sie war eine gute, eine aufgestellte, herzlich. Hat sie nicht verdient so zu gehen. Wer hat das schon?

Es folgen Zwiegespräche mit Gott. Warum? Warum gerade jetzt? Was hat das für einen Sinn? Antworten gibt es keine. Meist.

Sie hat schon fest an Gott geglaubt. Etwas, was bestimmt, was passiert. Warum hat denn er das so gewollt? Keine Antwort. Und trotzdem gehen wir in die Kirche. Ob es da Antworten gibt?

Wahrscheinlich nicht. Doch, was ich spüre ist ein grosses Zusammengehörigkeitsgefühl. Unter uns Geschwistern, mit meinem Vater. Endlich kommen alle wieder zusammen. Nur sie fehlt halt. Sie fehlt. Du fehlst. Ich vermisse dich.

Wasser predigen und Wein trinken. Über Social Media Experten in der „Krise“.

In Social Media gibt es Experten wie Sand am Meer. Doch auch hier ist nicht alles Gold, was glänzt. Vor allem: Was passiert, wenn selbsternannte Experten nicht das ausführen, was sie selbst predigen?

Kommt nicht vor. Und wenn, ist das Businessmodell zum Scheitern verurteilt. Sollte man meinen. Doch schauen wir uns einer dieser Experten genauer an.

Susanne Müller Zantop macht eigentlich etwas Lobenswertes. Sie bringt CEOs ins Netz. Sympathisch, wenn sich ein CEO fussvolknah gibt und auf Twitter oder Facebook seine Meinung, seine privaten Ansichten teilt. Doch dazu müssen sie natürlich erst gebrieft werden. Frau Müller Zantop macht dies professionell, also beruflich. Aufgefallen ist sie mir wegen diesem Sonntagsblick-Artikel.

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„Wer nicht twittert, ist eine Fehlbesetzung.“ Eine tolle Aussage. Doch wie schlägt sich denn Frau Müller Zantop in den unendlichen Weiten des Internets? Eine kleine Recherche erbrachte folgendes:

Auf Twitter hat Frau Müller Zantop 79 Follower. Zuletzt getwittert 2 Tage vor Erscheinen des Artikels. Vorher war es 4 Monate ruhig.

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Ihre Page liegt auf blogspot.ch und bekam fast ein Jahr lang kein Update. Bis zwei Tage vor Erscheinen des Artikels, dann  wurde schnell eine Prezi-Präsentation die „Do’s and Dont’s eines CEO“ veröffentlicht.

Auf LinkedIn gab es seit längerer Zeit keine Updates. Gemäss LinkedIn arbeitet Frau Müller Zantop noch immer bei Siemens.

Alles nicht sehr optimal, wenn man Führungspersönlichkeiten zeigen will, was im Internet so passiert und wie man damit zurecht kommt. Vor allem dann, wenn man in der eigenen „Krise“ nicht reagiert.

Nach dem Erscheinen des Artikels wurde nämlich gerade auf Twitter heftig über Frau Müller Zantop diskutiert. Mein Tweet über den Sonntagsblick-Artikel löste heftige Diskussionen aus. Und wir alle fragten uns, wie reagiert Frau Müller Zantop auf die eigene Krise?

Was schreibt sie da bei Do’s and Dont’s für CEOs? Punkt 7: Be fast in crisis. Each quarter of an hour counts. Bildschirmfoto 2015-05-13 um 10.28.23

„Fast“ und Geschwindigkeit ist dabei immer relativ. Frau Müller Zantop reagierte auf die Twitterdiskussion über einen Tag später, indem sie den SonntagsBlick-Artikel dreimal auf ihrem Account verlinkte. Da sind schon viele Quarter of Hours vergangen. IMG_0606

Diese Reaktion ist wie keine Reaktion. Man könnte sie als Trotz werten, oder als „egal“. Aber so wie es aussieht, sitzt Frau Müller Zantop die Krise einfach aus. Nicht reagieren und warten, bis der Sturm vorüber ist, kann eine Strategie sein. Erwarte ich aber von einem „Experten“ nicht. Gerade hier wäre es interessant gewesen, wie ein „Experte“ auf Kritik reagiert.

Verwirrung um die Social Media Kanäle bei SALT.

#Saltmobile schwimmt im Social Media Teich.

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Ein Firmen-Namen-Wechsel ist heute eine Herausforderung. Es reicht nicht, nur das Logo zu ändern oder sich eine URL-Adresse zu sichern. Heutzutage muss Social Media mässig alles abgedeckt werden.
Vor dieser Herausforderung stand und steht SALT. Seit gestern heisst Orange Salt. Wie haben sie das gemeistert?

Schauen wir auf den Facebook-Account.
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157’000 Fans folgen dem alten Orange-Account. Dieser präsentiert sich am Tag nach dem Salt Launch noch immer im Orange-Stil. Wird der Account noch geändert? Oder startet man mit einem ganz Neuen?

Könnte man meinen, wenn man bei Facebook nach Salt sucht, findet man den hier:

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Sollte Orange tatsächlich einen neuen Facebook-Account lancieren und bei 0 Fans starten?
Das kann es ja nicht sein. Vor allem, weil der blaue Verified-Button kein Echter ist. Der wurde ins Headerbild integriert. Hier handelt es sich fast ganz sicher um einen Fake-Account. Schlecht für Salt.

Und der zweite Facebook-Account sieht ebenfalls nicht seriös aus. Unscharfe Bilder, kein Impressum/Infos und handgestrickte Timeline-Einträge.

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Auch auf Twitter ist die Verwirrung komplett.
Die bisherigen Orange Account waren
@orangeCH_DE
@orangeCH_Care

Wenn man das auf Salt ummünzt kommt man auf

@saltCH_de
und @saltch_care
Auf @saltch_de wurde am Launchtag auch heftig getwittert. Heisst: Alles über den Hashtag #salt wurde weiterverbreitet, retweetet.
Der Account sah bis heute Morgen auch noch recht offiziell aus. Aber hier handelte es sich um einen Fake-Account, welcher nun abgeschaltet wurde.

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Welcher Account auf Twitter ist nun der offizielle Account? Das Verwirrspiel geht ja noch weiter.
Auf dem Orange-Twitteraccount wurde angekündigt, dass das neue Twitterkonto @saltMobile_CH heissen soll.

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Und hier ist auch was zu sehen. Doch handelt es sich auch um einen Fake-Account, weil Stunden später der Tweet dazu gelöscht wurde und neu auf @saltMobile_DE hingewiesen wurde. Wo zurzeit nichts zu sehen ist.

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Trotz aller guten Vorbereitungen, hier hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht. Und wenn man dies nicht macht, wird man auf den Social Media Kanälen bestraft. Bestraft wird man, indem andere den Account übernehmen. Kann man korrigieren, ist mühsam und sollte eigentlich nicht passieren.

Ganz zum Schluss noch die Frage: Was hält eigentlich Saltoptics
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vom neuen Logo von Salt?

Periscope kill the TV-Star.

Livestreaming für jedermann. Wie die neuen Streaming-Dienste die Welt verändern werden.

„The Next Big Thing.“ Wann kommt es, was wird es sein? Noch vor kurzem schrien viele: Meerkat ist es! Livestreaming auf Knopfdruck. Via Twitter ging das ganz einfach. Bis Twitter zurückschlug.: Periscope ist es! Im Prinzip ist es das Gleiche: Man drückt auf den Knopf und streamt mit dem Smartphone live wo man gerade steht und Wlan oder guten Datenempfang hat.

This is it. Auf das habe ich persönlich schon lange gewartet. Apps wie „Ustream“ wollten es sein. Haben sich aber nie richtig durchgesetzt. Sei es, weil es einfach zu kompliziert war die Videofunktion zu nutzen, sei es, weil der Stream zu sehr ruckelte.

Seit Periscope aber: Sind wir überall live dabei. Ich habe Hundespaziergänge in Los Angeles gesehen, die Küche eines Sandwichladens irgendwo in New York, eine Hochzeit in Indien. Überall ist man live dabei.

App laden, mit Twitter verbinden, Knopf drücken und bitte auch noch eine Beschreibung des Streams. Das ist funny. Auch wenn in der jetzigen Phase noch Privatpersonen dominieren, die live ihren Kühlschrank zeigen oder eben das Gassigehen mit Bello.

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Newsportale: Zieht euch warm an. Was passiert, wenn immer mehr auf den Geschmack von Periscope kommen? Die zufälligen Passanten bei einem Industriebrand oder bei einem Busunglück irgendwo. Während TV-Stationen sich überlegen, ob sie mit dem Reportagewagen zum Ort des Geschehens fahren oder Newsportale ihren Reporter schicken sollten… Wir sind längstens live dabei. Ungeschnitten, Real Time, unzensuriert. Keine Karten mehr fürs ausverkaufte Coldplay Konzert bekommen? Kein Problem. Unter den vielen Zuschauern findet sich sicher ein Freak, dem es nicht zu schade ist, stundenlang den Arm in Richtung Bühne gestreckt zu halten, damit die Welt live zusehen kann. Was er davon hat? Das Prestige, etwas zu zeigen, was sonst niemand hat. Und auch niemand darf. Wenn ein Fernsehsender das Konzert übertragen möchte, müssten unzählige Urheberrecht-Verträge unterschrieben werden.

Der Fan mit Periscope machts einfach so. Ohne Rücksicht auf Verträge oder Urheberrechte.

Noch.

Wenn die Verbreitung von Periscope so weitergeht wird sich unsere Welt bald so zeigen:

  • Verboten an Konzerten. Doch wie will man das kontrollieren? Gar nicht. Der Veranstalter wird sich dazu durchraufen müssen, Handysignale zu stören, damit Livestreaming nicht mehr möglich sein wird.
  • Aber auch: Erlaubt bei speziellen Periscope-Konzerten. Hier darf und soll gestreamt werden. Wird kommen.
  • Verboten bei Unfällen. Die Polizei wird Bussen verteilen, wenn jemand das Handy zückt und filmt. Auch wenn der User in erster Linie nicht erwischt wird. Wenn die Polizei rausfindet, dass man es gemacht hat, ist man dran.

Dabei ist das mit dem Datenschutz auch noch nicht geregelt. Was passiert, wenn ich ein Konzert streame oder mein Besuch im Restaurant und da eine Person zu sehen ist, die dies nicht will? Oder zu Hause gesagt hat, dass er noch länger arbeiten müsste und sich nun mit jemand anderen vergnügt? Was dann? Google Street View war harmlos. Jetzt kommt Periscope.