Verfasst von: gerryonline in: 2. November 2007
Meine Frau hat Angst, dass ich dorthin will. Aber es ist irgendwie ein Virus, der mich gepackt hat. Seit Helsinki und dem DJ Bobo Debakel, was ja recht schlimm war – aber zum Arbeiten extrem interessant und herausfordernd, will ich wieder hin: Zum Eurovision Song Contest. Nächstes Jahr in Belgrad. Das muss ja dann ein Kulturschock sein. Der erste Schock aber erstmals: Belgrad ist ausgebucht (meine Reisedaten: 15.-20.5.). Keine Hotels mehr in diesem Zeitraum mehr frei.
Das kann ja nicht sein, habe ich mir gedacht. Und tatsächlich steckt da mehr dahinter. Da haben die vom Eurovisions-Komitee einfach mal alle Hotels in Belgrad für sich reservieren lassen. Das mag ja ok sein, wenn dann nicht das passiert, was ich in Helsinki erlebt habe… sie „verkaufen“ die Hotelzimmer zu überhöhten Preisen den Journalisten. Für Belgrad bezahlt man für ein Zimmer im ****-Hotel in etwa 60 Euro. Die Eurovison wird die Zimmer dann zu 170 Euro verkaufen (pro Nacht, natürlich).
Doch, da habe ich noch ein Hotel gefunden, welches die vom Eurovisions-Komitee übersehen haben… ***-Hotel, 30 Euro pro Nacht. Günstig. Aber auch 30 Kilometer von Belgrad entfernt. Dort wo die chemische Industrie ist. Und genau dort war 2004 noch Krieg. Ein paar Bomben haben viel zerstört…
Muss mir ja nicht Angst machen, ich habe schon DJ Bobo überlebt.
Pass nur auf, dass du nicht auf eine vergessene Mine fährst.
Viel Spass in Belgrad und geniess es. Ja es war Krieg da, aber jetzt nicht mehr und die Leute sind sicher froh, wenn endlich wieder Touristen kommen.
30km find ich nicht so weit weg. Wird schon irgendwie klappen
Was das Eurovisions-Komitee macht ist mal wieder typische Absahnerei
((
Was, der ESC findet schon bald wieder statt?
Super, da kann man sich als Schweizer ja bereits wieder auf eine Nullnummer freuen (wer nicht lernen will müss fühlen)… Aber auf die anschliessenden „ach-wir-armen-Schweizer-haben-keinen-Stich-gegen-die-Oststaaten“ und die „uns-mag-niemand“ und „das-haben-wir-der-SVP-zu-verdanken“ Debatten kann ich verzichten!
Nein, Thias, es sind doch gerade diese Debatten, die so herrlich unterhaltsam sind. Wie das Salz in der Suppe. Ohne sie wäre der ESC langweilig, nicht?
2. November 2007 um 1:42
Ist es denn nicht umstaendlich, 30 kilometer entfernt zu wohnen?