Verfasst von: gerryonline in: 7. September 2009
Immer wieder für eine Überraschung gut mein Quartierladen. Er fordert sogar zum Rechnen auf.
1.Gang. Red Bull für 10.50 (6 Büchsen)

2. Gang Red Bull für 14 Franken (8 Büchsen)

Quizfrage: Welches Angebot ist günstiger?
Antwort: Es kosten beide gleich viel.
Verfasst von: gerryonline in: 6. September 2009
Vieles scheint heute so oberflächlich zu sein. Dienstleistungen werden entgegen genommen und dann wieder vergessen. Vielleicht bin ich die Ausnahme, aber ich liebe es – witzige und freundliche Menschen zu begegnen, die mir im Leben weiterhelfen. Da komme ich dann gerne mal wieder in den Laden oder an den Ort wo mir dies zuteil wurde, zurück.
Vor mir liegt ein Brief meines Zahnarztes, genauer gesagt meines Kieferspezialisten. Er hat mir sicher während zwei Jahren durchs Leben geholfen. Unsere Begegnungen waren kurz, aber nett. Er fragte wie es mir geht, was mein Radio so macht und ich wollte auch wissen wie seine Befindlichkeit war. Auch wenn dies vielleicht nur ein wenig oberflächlich gewesen war, war es für mich mehr. Ich mochte ihn. Er machte seinen Job gut, konnte lachen und ich hätte mir sogar vorstellen können, mit ihm mal ein Bier trinken zu gehen – obwohl er sicher einiges älter war als ich.
Im Brief von meinem Zahnarzt steht nun, dass er die Praxis an einen Nachfolger übergibt. Aus gesundheitlichen Gründen. Es muss was ganz schlimmes mit ihm passiert sein, so kann man weiter lesen, dass er „wenn es die Gesundheit zulässt“ auch gerne mit Tipps und Ratschlägen seinem Nachfolger behilflich ist.
Natürlich schreibt man in solch einem Brief nicht, was mit einem passiert ist. So weiss ich nicht, was ihn zu diesem Schritt bewogen hat.
Auch bin ich sicher, wenn ich jetzt in der Praxis anrufen würde, würde das nichts bringen. Man redet halt nicht über solche Dinge. Vor allem nicht zu Patienten, die einfach kommen und gehen.
Ich hätte es gerne gewusst.
Verfasst von: gerryonline in: 23. August 2009
Danke zuerst an Eure Kommentare. Insbesondere an Codo.
Freitag, die erste Woche Kindergarten ist schon fast vorbei. 7.59 Uhr stehen E* und ich am vereinbarten Treffpunkt, den wir mit S* und ihrer Mutter abgemacht haben. 8.05 Uhr kommt S* auch. Es begleitet uns noch L*, die seit dieser Woche in die Schule geht. Zusammen also mit den drei Girls laufen wir in Richtung Kindergarten/Schule. An der Strasse sagt meine kleine E*: „So!“
So? „Ja, so. Jetzt gahn ich ellei wiiter.“
Ahja. Hatten wir so abgemacht. So ziehen also die drei Girls von dannen. Ein Bild für Götter. Und irgendwie auch ein wenig traurig. Sie wird richtig gross, meine kleine Tochter.
Leicht melancholisch gehe ich dann auch zur Arbeit.
Nächsten Montag hat sie dann den ersten grossen Kindergartentag. Morgens und Nachmittags muss sie dann hin.
Verfasst von: gerryonline in: 20. August 2009
Ich weiss nicht, was im Kindergarten meiner Tochter genau passiert, aber es muss sehr intensiv sein. Die kleine E* war gestern furchtbar müde und schlief bis um 7 Uhr morgens. Doch dann ging es schon wieder los. Ab in den Kindergarten! Auch heute war ich wieder der Alien vor dem Kindergarten. Bei den anderen Kindern kommen alle die Mütter – ich bin der einzige Papi der Zeit und Lust hat sein Kind zu begleiten. Doch wir haben es langsam im Griff. 8.10 Uhr wechselt die Wolke an der Tür zur Sonne und schon sagt meine Kleine tschüss.
Als ich sie Punkt 11.50 Uhr wieder abholte war sie glücklich und sie will auch morgen wieder hingehen. Nur, mein Versuch sie mit einem anderen Kind zu „verkuppeln“ wurde böse bestraft. Ich meinte, sie solle doch mit S* morgen in den Kindergarten gehen, zu Zweit ist es sicher viel lustiger. S* ist nämlich schon im zweiten Kindergarten, ein Schmetterling.
Meine Kleine E* meinte daraufhin: „Denn musch du ja morn nüme mit mir mitcho.“ Aha. Ist es also schon soweit: Sie will alleine gehen. Sie braucht meine Hilfe nicht mehr. Ich lasse sie gewähren, aber mit Vorsicht. Für die eine Strasse, die sie überqueren muss ist sie halt schon noch sehr klein.
Mal schauen.
*=Name der Redaktion bekannt.
Verfasst von: gerryonline in: 19. August 2009
Seit Dienstag sind wir im Schulsystem vom Kanton. Seit Dienstag geht meine 4jährige Tochter E* nun in den Kindergarten. Dort gibt man sich seit der Schweinegrippe die Hand nicht mehr und grüsst nur von der Ferne.
TAG2:
E* war heute schon um 6 Uhr wach und da wir neu nun am Morgen keinen Pingu schauen, schlugen wir die Zeit irgendwie tot. Zmorge, Duschen, Anziehen, Fertig. Fast zu früh. Um 8 Uhr waren wir schon vor dem Kindergarten. Blöd nur, dass die „Auffangzeit“ erst um 8.10 Uhr beginnt. Zwei Eltern mit Kindern waren auch schon da. Da aber die Türe vom Kindergarten offen war, gingen wir auch hinein. Doch schon wurde ich von eine der Eltern (die wahrscheinlich am ersten Infotag besser als ich aufgepasst hatte) zurückbeordert. „D’Wulche isch doch no a de Tür!“. Wulche? Ahja. De hängt ein Kehrschild in der Tür. Es zeigt einen Mond und eine Wolke. Mmmh. „8.10 Uhr und kei Minute frühner“, meint das eine Elternteil wo ich vielleicht noch den Namen herausbekommen sollte – werden wir uns doch jetzt zwei Jahre jeden Morgen um 8 Uhr sehen.
Jaja. Habe verstanden. So warteten wir also, bis die Wulche verschwindet und einer Sonne Platz macht. 8.10 Uhr: Die Kindergartenfrau eröffnet den Kindergarten. E* stürmt gleich rein, ich hinterher.
Aber Halt: Die Kindergartenfrau meint „Nei, da dörfet sie jetzt nüme ine. D’Verabschiedig passiert immer dusse!“ Ich hätte aber gerne noch meine Tochter verabschiedet. „Guet, machet mer e Usnahm. Aber ab morn nüm!“
Jaja. Also schon zwei Regelverstösse an einem Morgen. Man möge es mir verzeihen, ich bin erst neu in dem System.
E*=Name der Redaktion bekannt.
Verfasst von: gerryonline in: 27. Juni 2009
Die Frauen am Kiosk in Rapperswil schauen mich vorwurfsvoll an. Nein, das was ich da will – das geht nicht. Gestern habe ich irgendwo zu Hause noch ein Millionenlos gefunden. Schnell die Felder aufgerubbelt und einen 30 Franken Gewinn entdeckt. Nun will ich den Gewinn am Kiosk einlösen. „Das geht seit dem 10. Juni nicht mehr“, sagt die Frau am Kiosk. Ich bin traurig. Gehe zurück ins Geschäft und lese nochmals die Spielregeln des Millionenlos genau durch. Da steht: „Letzter Verkauftag: 10.Januar 2009. Die Gewinne verfallen nach 6 Monate“…
Moment. 6 Monate? Das wäre ja der 10. Juli, nicht Juni! So gehe ich also zum Kiosk beim Migros in Rapperswil. Die Frau hinter dem Tresen ist entsetzt. „Was isch das…?“ Ich poche auf meinen Gewinn, rechne ihr aus, dass das Los noch gültig ist.
Sie ruft daraufhin der Chefin an („da staat wieder eine wo wott es Millionelos ilöse“), die ihr rät das Geld auszuzahlen (Nachdem ich wetterte „wo ich das Los kauft haa, händ er au nöd so es Büro ufgmacht!“. Und oh Wunder: Im Computer der Swisslos ist der Button „Millionenlos auszahlen“ auch noch drin.
Na also.